03.11.2009
Spritzige Lateintänzer auf hohem Niveau beim Rot-Weiß-Ball in Kaiserslautern
Sergiy Plyuta und Debbie Seefeldt, Gewinner des 37. Barbarossa-Pokals der Stadt Kaiserslautern
Foto: Dr. Georg Terlecki
Sergiy Plyuta und Debbie Seefeldt mit dem Barbarossa-Pokal der Stadt Kaiserslautern
Foto: Bernd Behrens
Teilnehmende Paare am 37. Barbarossa-Pokalturnier Von links: Kirill Ganoplolsky und Kim Pätzug, Valera Musuc und Nina Trautz, Sergiy Pluta und Debbie Seefeldt, Michal Stukan und Susanne Miscenko, Simon Völbel und Regina Murtasina sowie Christian Cantzler und Melanie Bauernhansl
Foto: Dr. Georg Terlecki
Die 37. Gewinner des Barbarossa-Pokals der Stadt Kaiserslautern standen
am Samstagabend, 31. Oktober, in der sehr gut besuchten „Fruchthalle“
recht schnell fest: Sergiy Plyuta/Debbie Seefeldt vom Club Saltatio Hamburg. Sie hatten den weitesten Anfahrtsweg – und der hat sich dann auch gelohnt. Sieben Paare der Top-Klasse hatte der Tanz-Club Rot-Weiß zum Lateinturnier der Hauptgruppe S im Rahmen des Rot-Weiß-Balles eingeladen, die Hamburger Meister präsentierten sich vom ersten Tanz an in einer absoluten Top-Form, die von den fünf Wertungsrichtern verdient mit 19 Einsen und sechs Zweien honoriert wurde. Mit dem recht klaren Gewinn aller fünf Tänze durften die beiden dann den wertvollen Pokal aus den Händen von Bürgermeisterin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt in Empfang nehmen. Ihr lag am Herzen deutlich zu machen, dass der Abend zauberhaft und das Turnier ein wunderbares Highlight sei, auf das die Stadt Kaiserslautern stolz sein könne.
Schon für die Eröffnung des gesellschaftlich glanzvollen Ballereignisses mit stilvoll dekorierten Tischen und langstieligen roten Rosen für die Damen hatte sich der Rot-Weiß wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Zu den Rhythmen von Trommeln, präsentiert von Afrikanern in Landestracht, gaben Rot-Weiß-Lateinturnierpaare einen Vorgeschmack auf das spätere hochkarätige Lateinturnier. Dessen Teilnehmer seien, wie sie erklärten, auch deshalb gerne der Einladung des Rot-Weiß gefolgt, da für alle Paare neben Ehrenpreisen der Stadt Kaiserslautern, der Landesregierung, des
Landessportbundes, des Sportbundes Pfalz, von Landrat Rolf Künne und der
Landtagsabgeordneten Ruth Leppla sowieGeschenken der Kaiserslauterer Banken- und Geschäftswelt auch attraktive Trainingskostenzuschüsse bereit stünden. Eine schöne Gepflogenheit sei auch, dass die Stadt Kaiserslautern den Paaren schon zur Begrüßung Blumen- und Weinpräsente überreiche.
Konkurrenz hatte dem Paar aus dem hohen Norden insbesondere von zwei Seiten gedroht: Von Michal Stukan/Susanne Miscenko (Tanzsportzentrum Stuttgart-Feuerbach) und von Valera Musuc/Nina Trautz (Tanzsportgemeinschaft Bavaria Augsburg). Die Stuttgarter wie auch das Paar aus Bayern waren sicherlich gleichfalls mit dem Ziel nach Kaiserslautern gekommen, den Turniersieg für sich zu verbuchen. Sie hatten jedoch dem umwerfend spritzigen Lateintanzen auf technisch extrem hohem Niveau der Hamburger zumindest an diesem Tag nichts entgegen zu setzen. Während sich Stukan/Miscenko mit gleichfalls fantastischem Können verdient Platz zwei über alle fünf Tänze eroberten, wurden Musuc/Trautz recht eindeutige Dritte. Auch sie hatten es geschafft, mit ihren Präsentation über zwei Tanzrunden die Gunst des Publikums von Beginn an auf sich zu ziehen.
Recht eindeutig auf Platz vier des Turniers, durch das gewohnt unterhaltsam Rot-Weiß-Standardtrainer Heinz Somfleth führte, behaupteten sich Kirill Ganopolsky/Kim Pätzug (TSC Saltatio Neustadt), gleichfalls gut unterstützt durch aufmunterndes Klatschen seitens der Besucher. Fünfte wurden Simon Völbel/Regina Murtasina (TSC Astoria Karlsruhe), Sechste Christian Cantzler/Melanie Bauernhansl (TSC Landau), die sich buchstäblich über Nacht bereit erklärt hatten, für Felipe Garcia Lopez/Marion Lengl (TSC Residenz Ludwigsburg) einzuspringen, die infolge einer schweren Erkältung die Turnierteilnahme absagen mussten. Schon eine Woche vor der Ball- und Veranstaltung wurde die Vorfreude beim Rot-Weiß Kaiserslautern etwas getrübt, da auch das Paar Sergiu Luca/Maria Arces (Schwarz-Weiß-Club Pforzheim) krankheitsbedingt nicht nach Kaiserslautern kommen konnte.
Nur einmal im Jahr haben die Kaiserslauterer die Chance, sechs bis sieben Paare der absoluten Topklasse in Standard oder Latein live mitzuerleben. Grund genug, nach dem eigentlichen Wettkampf zumindest von den drei vorne Platzierten Schautänze einzufordern. Es versteht sich von selbst, dass die Paare dabei die Gelegenheit nutzten, nochmals eindruckvoll ihre Stärke in den einzelnen Tänzen zu demonstrieren.
Rot-Weiß-Sportwart Michael Kraus, an diesem Abend als launiger Moderator im Einsatz, konnte nahezu 450 Gästen, darunter neben Bürgermeisterin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt auch Beigeordneter Joachim Färber, Landrat Rolf Künne und Dieter Noppenberger, Präsident des Sportbundes Pfalz und Vizepräsident des Sportbundes Rheinland-Pfalz, auch in diesem Jahr wieder weitere tanzsportliche Glanzpunkte ankündigen, so neben den Auftritten der bekannt guten Latein- und Standardturnierpaare des veranstaltenden Rot-Weiß, mit dabei natürlich auch wieder Paare aus dem Kinderbereich, die gewohnt fetzigen Hip-Hoper und Breakdancer sowie die peppige Discofox-Formation. Und zu später Stunde glänzte dann noch die Showtanzformation „Progressive Dancers“ aus Waldböckelheim mit einem hochkarätigen und ausdrucksstarken Schauvortrag. Für den perfekten Sound bei den zahlreichen Publikumstanzrunden sorgte die Tanzband „Limelight“.